Wir als FEST distanzieren uns auf das Äußerste von jener Menschenverachtung die die ÖVP-nahe Aktionsgemeinschaft am Wiener Juridikum an den Tag gelegt hat, Hier die Stellungnahme des FEST Klubsprechers in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Fachhochschulvertretung:
http://derstandard.at/2000057250697/Antisemitische-Postings-in-Gruppe-der-Aktionsgemeinschaft
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
heute ist kein guter Tag für die Studierendenvertretung österreichweit. Einige unverantwortliche Funktionäre am Wiener Juridikum haben die Arbeit und das Ansehen der HochschülerInnenschaft durch antisemitische, rassistische und entwürdigende Mitteilungen in WhatsApp-und Facebook Gruppen der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft (AG) in Mißkredit gebracht
Daher sehe ich mich als Vorsitzender der HochschülerInnenschaft an unserer FH verpflichtet, Euch folgende Stellungnahme zur Kenntnis zu bringen, da dies auch einen Schatten auf unsere eigene Arbeit wirft:
Wir als HochschülerInnenschaft an der FH St. Pölten sehen es als untragbar, welches Menschenbild diese angeblichen „Studierendenvertreter“ (in diesem Fall gilt wirklich rein die männliche Form) haben und welche menschenverrachtende Gesinnung sie an den Tag legen. Dies ist weder mit dem Wertekodex, der für uns angehende AkademikerInnen gelten sollte, vereinbar noch ist es tolerierbar. Wir fordern daher die schärfsten Konsequenzen für diese Personen, denn mit dieser Einstellung kann keine gute Interessensvertretung für Studierende geleistet werden. Was für mich aber noch schlimmer zählt und eigentlich angstvoll in die Zukunft blicken lässt, ist, dass diese Personen einer Gruppierung angehören, deren Proponenten als (zukünftige) Richter, Staatsanwälte, etc. seit jeher großen Einfluss auf das österreichische Rechtsystem und den Rechtstaat nehmen.
Im Endeffekt trägt der Vorfall dazu bei, die Arbeit der lokalen, ehrenamtlich arbeitenden Hochschulvertretungen, in Mißkredit zu bringen. Wir wollen dies daher auch zum Anlaß nehmen, zu reflektieren, was die Studierendenvertretung sein soll und welche Werte wir transportieren wollen.
Wir sehen unsere HochschülerInnenschaft in St. Pölten primär als Serviceeinrichtung für euch Studierende. Wir sind auch sehr froh, dass bis jetzt Parteipolitik an unserer FH keine Rolle gespielt hat, da die bisherige Studierendenvertretung nur aus einer nicht parteipolitischen Gruppierung bestanden hat, die noch das Ideal der Persönlichkeitswahl hochgehalten hat. Damit war es möglich, ohne Einflußnahme oder Ideologie von Außen, die richtigen Dinge zu tun.
Dies kann sich mit dieser Wahl nun ändern, was wir als schade empfinden, da die Vertretung für Studierende nicht durch parteipolitische Brillen gesehen werden soll, sondern als das was es ist: Interessensvertretung und Einflussnahme in der Bildungspolitk nur für Euch und für sonst niemanden!
Auch wenn es uns nicht direkt an der FH St. Pölten betrifft, sehen wir es als unsere Pflicht an, das Vertrauen in die HochschülerInnenschaften so rasch wie möglich wieder herzustellen und möchten uns bei all Jenen entschuldigen, die durch die Aussagen der Funktionäre der Aktionsgemeinschaft am Wiener Juridikum verletzt wurden und bitten Euch bei der ÖH-Wahl 2017 am 12./17./18. Mai teilzunehmen und so Eure Meinung kund zu tun.
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